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3D-Erfassung in der Schweiz: Was Sie vor dem Start wissen sollten

Von Olivier Kerremans ·

Die 3D-Erfassung in der Schweiz ist ein Markt im Wandel. Jahrelang beschränkten sich die Optionen auf 360°-Rundgänge, Laserscanning für Ingenieurbüros und punktuelle Photogrammetrie. 2026 eröffnet 3D Gaussian Splatting (3DGS) neue Möglichkeiten, und erste regionale Akteure strukturieren ein professionelles Angebot.

Dieser Artikel gibt einen Überblick über den Zustand des Schweizer Marktes, die verfügbaren Technologien, die Einsätze nach Branche, die zu erwartenden Fristen und Kosten sowie die Fragen, die man sich vor dem Start eines Projekts stellen sollte. Zum allgemeinen technologischen Kontext siehe unseren vollständigen Leitfaden zu 3DGS.


Der Zustand des 3D-Erfassungsmarktes in der Schweiz 2026

Vier Kategorien von Akteuren bestehen heute in der Region nebeneinander.

Die Studios für 360°-Rundgänge. Seit zehn Jahren gut verankert, bedienen sie vor allem Immobilien, Tourismusagenturen und Publikumsevents. Ein ausgereiftes Format, ein vertrautes Publikum, aber bekannte Grenzen.

Die Vermessungs- und Scan-to-BIM-Büros. Akteure, die auf Laserscanning für Bau, Denkmalrenovationen und Ingenieurbüros spezialisiert sind. Millimetergenauigkeit, technische Ergebnisse, aber wenig geeignet für die Publikumskommunikation.

Die Studios für Photogrammetrie und klassische 3D. Oft aus Games, Animation oder Spezialeffekten stammend. Technisch versiert, aber auf Premiumprojekte mit erheblichen Budgets und Fristen ausgerichtet.

Die neuen 3DGS-Akteure. Ein jüngeres Aufkommen, 2025 und 2026. Heute sehr wenige Akteure in der Schweiz. ImmersiveTech gehört zu dieser neuen Welle, mit einer eigenen Spezialisierung und einer professionellen Ausrichtung auf 3D Gaussian Splatting.

Diese Vielfalt ist eine gute Nachricht für die Auftraggeber. Sie erlaubt es, eine dem jeweiligen Projekt angepasste Technologie zu wählen, statt das Projekt an ein einziges verfügbares Angebot anzupassen.


Die aktivsten Städte und Gebiete

Die 3D-Erfassung folgt naturgemäss den Zonen wirtschaftlicher und kultureller Dichte. Hier ein regionaler Überblick.

Lausanne und der Genferseebogen

Das Herz der Aktivität. Universitäre Präsenz (UNIL, EPFL), dichtes Kulturerbe (Kathedrale, Museen, umliegende Schlösser), MICE-Zentrum (Lausanne Palace, SwissTech Convention Center), Pharma- und Techindustrie am Nordufer. Hier strukturiert sich die Nachfrage am schnellsten.

Genf und International

Bedeutendes Volumen im internationalen MICE-Bereich, Präsenz internationaler Organisationen (UNO, WTO, WHO, IKRK), städtisches Kulturerbe (Altstadt, Bâtiment des Forces Motrices, Maison Tavel), Finanzplatz. Starke Nachfrage bei Repräsentations- und Empfangsräumen.

Freiburg, Neuenburg, Jura

Bemerkenswertes Kulturerbe (Kathedrale von Freiburg, Stiftskirche von Neuenburg, Abteikirche von Saint-Ursanne), ländlicher Tourismus, universitäre Ausbildung. Eine diffusere, aber wachsende Nachfrage, insbesondere bei der Aufwertung des Kulturerbes und bei Bildungseinrichtungen.

Wallis

Alpine Ferienorte (Verbier, Crans-Montana, Zermatt), Luxustourismus, alpines Kulturerbe (Schlösser von Sitten, Abtei von Saint-Maurice). Starke Nachfrage bei Prestigeimmobilien und touristischer Aufwertung.

Französischsprachiges Bern und Berner Jura

Industrielles Erbe (Uhrmacherei, Präzisionsmechanik), ländlicher Tourismus, Gemeinden, die sich für die digitale Aufwertung engagieren. Ein aufkommender Markt, oft unterversorgt mit modernen 3D-Angeboten.


Die Branchen, die in der Region 3D-Erfassung einführen

Um konkret zu zeigen, was eine 3DGS-Erfassung hervorbringt, hier eine Auswahl von Beispielen und Anwendungsfällen in unter einer Minute.

Die Branchen, die 2026 in der Region am meisten in die 3D-Erfassung investieren.

Kulturerbe und Kultur

Die führende Branche nach Volumen und Signal. Kathedralen, Museen, Schlösser, Kulturstiftungen. Die 3D-Digitalisierung wird zu einem Baustein der Vermittlungs- und Ausstrahlungsstrategie. Siehe unsere Branchenseite Kulturerbe und unseren Leitfaden zur Digitalisierung eines Denkmals.

Bau und Immobilien

Wiederkehrende 3D-Baustellenverfolgung, Aufwertung gehobener Immobilien, Archiv vor der Renovation. Beschleunigte Einführung bei öffentlichen und privaten Bauherren. Siehe unseren Leitfaden zur 3D-Baustellenverfolgung.

MICE und Events

Immersive Präsentation von Seminarorten, Teilen spezifischer Konfigurationen, Sales Enablement für Verkaufsteams, die Eventstandorte aus der Ferne verkaufen. Strukturierte Nachfrage in Lausanne, Genf, Montreux. Siehe unsere Branchenseite Events.

Gesundheit und Bildung

Patientenpfade, Präsentation von Premiumzimmern, virtuelle Tage der offenen Tür, Präsentation von Laboren. Aufkommende Einführung, aber mit hohem Potenzial. Siehe unsere Branchenseite Gesundheit, Bildung.

Industrie

Dokumentation von Anlagen, Bedienerschulung, Wissenstransfer. Langsamere, aber laufende Einführung, besonders im industriellen Gefüge der Region (Mechanik, Uhrmacherei, Pharma).


Was kostet eine 3D-Erfassung in der Schweiz?

Es gibt keinen einheitlichen kommunizierbaren Tarif. Hier die Variablen, die ein Budget bestimmen.

Die Grösse des Standorts. Erfassung einer Kapelle oder einer Wohnung, Erfassung einer Kathedrale, Erfassung eines Industriestandorts mit mehreren Gebäuden. Der Unterschied ist erheblich.

Das gewählte Angebot. Rohaufnahme innert 48 Stunden geliefert, redaktionell aufbereiteter geführter Weg, massgeschneidertes interaktives Erlebnis. Die drei Angebote von ImmersiveTech decken diese drei Ambitionsstufen ab.

Die optionalen Module. Mehrsprachige Erzählung, Points of Interest, zusätzliche abgeleitete Medien, spezifische Integrationen auf Ihrer Website.

Hosting und Wiederkehr. Punktuelles oder langfristiges Hosting, saisonale Aktualisierungen, wiederkehrende Erfassungen (Baustellen, temporäre Ausstellungen).

Die Anfahrtskosten. Transparent berechnet. Distanz ab Lausanne, Fahrzeit, Parkgebühren, Mautgebühren, Übernachtung, falls nötig. Die Details werden im Voraus mitgeteilt, keine Überraschungen.

Für Projekte im Umkreis von 80 km um Lausanne (Genf, Freiburg, Yverdon, Vevey, Montreux, teilweise Sitten) bleiben die Anfahrtskosten überschaubar. Darüber hinaus werden sie im Einzelfall beziffert.

Siehe unsere drei Engagement-Angebote, um die Preisstruktur zu verstehen.


Standard-Lieferfristen

Drei Grössenordnungen zum Merken.

Erfassung vor Ort, von 30 Minuten für einen kleinen Bereich bis zu einem Tag für ein grosses Denkmal oder einen komplexen Standort.

Basisergebnis, ein über einen Weblink begehbares 3D-Modell, innert 24 bis 48 Stunden geliefert.

Angereichertes Ergebnis, geführter Weg, Erzählung, Integrationen, mehrsprachig. Innert zwei bis vier Wochen geliefert, je nach redaktionellem Umfang.

Bei anspruchsvollen Projekten (Event-Lancierung, Präsentation vor einem Gremium, Ausstellungseröffnung) wird im Voraus ein Zeitplan mit Sicherheitsmarge festgelegt.


Wie Sie in der Schweiz Ihren Anbieter wählen

Vier praktische Kriterien zur Beurteilung eines seriösen Anbieters.

Technische Kriterien

Welches Aufnahmematerial, welche angebotenen Viewer, welche Beherrschung der gesamten Pipeline (Erfassung, Verarbeitung, Lieferung, Hosting). Ein guter Anbieter wählt seine Werkzeuge nach dem Projekt, nicht standardmässig.

Geschäftliche Kriterien

Klare, strukturierte Angebote, Transparenz bei den optionalen Modulen, Bedingungen für das langfristige Hosting, Eigentum an der Quelldatei, Bedingungen für das Ende der Zusammenarbeit. Bei einem Kulturerbe-Projekt mit langem Erhaltungshorizont sind diese Punkte entscheidend.

Menschliche Kriterien

Geografische Nähe, Arbeitssprache, Referenzen in ähnlichen Branchen, die Fähigkeit, die Technologie nicht-technischen Entscheidungsträgern zu erklären. Ein 3DGS-Projekt umfasst kundenseitig oft mehrere Ansprechpartner (Technik, Kommunikation, Leitung), und der Anbieter muss mit jedem sprechen können.

Kriterien der Pragmatik

Die Fähigkeit, bei Einschränkungen (schwieriges Licht, begrenzter Zugang, reflektierende Oberflächen) Ausweichlösungen anzubieten. 3DGS ist ausgereift, aber nicht zauberhaft. Ein Anbieter, der das weiss und sein Angebot mit Ausweichergebnissen strukturiert, ist zuverlässiger als einer, der Unmögliches verspricht.


Der rechtliche und denkmalpflegerische Rahmen

Vier Punkte zur Beachtung.

Erfassung geschützter Denkmäler

Für Denkmäler unter Denkmalpflege (kantonale Denkmalpflegestellen, Konservator, Eigentümer) ist eine vorgängige Bewilligung nötig. Die Bearbeitungsdauer reicht je nach Institution von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Frühzeitig einplanen.

Drohne und BAZL-Beschränkungen

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt regelt den Einsatz von Drohnen in der Schweiz. Verbotszonen (Flughäfen, Helikopterlandeplätze, bestimmte Stadtgebiete), Höchstmassen, erforderliche Ausbildung des Piloten, spezifische Bewilligungen an bestimmten Standorten. Ein seriöser Anbieter beherrscht diese Regeln und arbeitet im rechtlichen Rahmen.

Erfassung und Recht am eigenen Bild

Sind Personen in der Aufnahme sichtbar, ist ihre Zustimmung für eine öffentliche Verbreitung erforderlich. Auf Baustellen wird oft in Anwesenheit der Teams erfasst, doch das Ergebnis wird anonymisiert oder Bereiche mit Personen werden nachbearbeitet. An einem öffentlich zugänglichen Eventstandort gelten Regeln für Aushang und Beschilderung.

Datenschutz

Umfasst die Erfassung sensible Informationen (Technikräume, gesicherte Zugänge, Arbeitsplätze mit sichtbaren Bildschirmen), sind Schutzmassnahmen vorzusehen. Passwortgeschütztes Hosting, zeitlich begrenzter Zugang, Löschung auf Anfrage.


Wie Sie in der Schweiz ein Pilotprojekt starten

Drei bewährte Vorgehensweisen für einen risikofreien Start.

Einen Fall mit sichtbarem Einsatz identifizieren. Ein Vorzeigedenkmal, eine Baustelle in einer kritischen Phase, ein aufzuwertender Eventstandort. Das Pilotprojekt entfaltet seinen Sinn dort, wo der Wert des Ergebnisses sofort sichtbar ist.

Ein Pilotergebnis auf einem Teilbereich anfragen. Ein einziger erfasster Bereich, ein einziges Ergebnisformat, ein einziges Publikum. Das genügt, um die Relevanz zu prüfen, bevor man in den gesamten Bereich investiert.

Die Fortsetzung von Anfang an mitdenken. Das Pilotprojekt hat nur Sinn, wenn es die Entscheidung über die Fortsetzung nährt. Legen Sie im Voraus die Kriterien fest, die den Übergang zu einem vollständigen Rollout bestätigen oder nicht.


Zusammengefasst

Der Markt der 3D-Erfassung in der Schweiz ist im Wandel. Die traditionellen Technologien (360°, Laserscanning, Photogrammetrie) behalten ihre Relevanz für ihre spezifischen Anwendungsfälle. 3D Gaussian Splatting eröffnet eine neue Kategorie: schnelle, fotorealistische Erfassung, über einen einfachen Weblink begehbar, wirtschaftlich zugänglich.

Für die Auftraggeber der Region (Kulturerbe-Institutionen, Bauherren, Betreiber von MICE-Standorten, Gesundheitseinrichtungen, Schulen) ist 2026 ein Schlüsseljahr. Die Technologie ist reif, das regionale Angebot entsteht, und der Wettbewerbsvorteil, zu den Ersten zu gehören, ist real.

Für weitere Einblicke sehen Sie unsere Seite Über uns, unsere Referenzen in der Schweiz, oder sprechen Sie direkt über Ihr Projekt bei einem Termin. Geschäftstelefon: +41 78 448 21 66.

Häufige Fragen

Wo finde ich in der Schweiz einen Anbieter für 3D Gaussian Splatting?

3DGS ist in der Schweiz noch eine aufkommende Technologie. ImmersiveTech mit Sitz bei Lausanne gehört zu den ersten Anbietern, die 3D-Gaussian-Splatting-Erfassung für professionelle Projekte in der Region anbieten, mit Abdeckung der Kantone Waadt, Genf, Freiburg, Neuenburg, Wallis und Jura.

Was kostet eine 3D-Erfassung in Lausanne oder Genf?

Die Kosten hängen von der Grösse des Standorts ab, vom gewählten Angebot (Rohaufnahme, redaktionell aufbereiteter Weg, interaktives Erlebnis) und vom langfristigen Engagement. Eine Standarderfassung eines mittelgrossen Ortes bleibt wirtschaftlich zugänglich, mit Einstiegsangeboten, die auf erste Projekte zugeschnitten sind. Die Anfahrtskosten werden transparent nach der Distanz ab Lausanne berechnet.

Welche Fristen gelten für eine 3D-Erfassung in der Schweiz?

Die Erfassung vor Ort dauert je nach Grösse des Ortes wenige Minuten bis einige Stunden. Das 3D-Modell wird innert 24 bis 48 Stunden über einen teilbaren Weblink geliefert. Bei angereicherten Ergebnissen (geführter Weg, mehrsprachige Erzählung, spezifische Integrationen) verlängert sich die Frist auf zwei bis vier Wochen.

Braucht man eine Bewilligung, um ein Schweizer Denkmal in 3D zu erfassen?

Für geschützte oder unter Denkmalpflege stehende Bauten ja. Die Bewilligung wird beim Konservator, beim Eigentümer oder bei den kantonalen Denkmalpflegestellen eingeholt. Bei privaten Gebäuden oder Eventstandorten genügt das Einverständnis des Eigentümers. Für Drohnenaufnahmen gelten die Regeln des BAZL.

Decken Sie die ganze Schweiz ab?

Ja. Mit Sitz bei Lausanne sind wir in allen französischsprachigen Kantonen tätig: Waadt, Genf, Freiburg, Neuenburg, Wallis, Jura sowie im französischsprachigen Bern. Darüber hinaus je nach Projekt. Die Anfahrtskosten sind transparent und nach Distanz bemessen.

Haben Sie ein Projekt im Sinn?

Antwort innert 24 Stunden.